Eine Riesenscheibe geht auf Reise
Schwieriger Einbau einer Isolierglasscheibe der Abmessungen 8,91 m x 2,95 m im Schmuckmuseum Reuchlinhaus in Pforzheim
Glück und Glas, wie leicht bricht das: Das alte Sprichwort trifft auch leider auf die Geschicke des Schmuckmuseums, Reuchlinhaus in Pforzheim zu. Vandalismus hatte vor einigen Jahren dazu geführt, dass eine der großen Scheiben im Eingangsbereich einen großen Riss hatte und die Haltbarkeit in Frage gestellt war. Zur Wiedereröffnung nach der Renovierungsphase sollte auch dieses Problem gelöst sein. Aber Isolierglasscheiben nach heutigem Standart in den Abmessungen 8,91m x 2,95m sind eben noch nicht Standart.
Bereits 1953 hatte der Architekt Manfred Lehmbruck mit spielerischer Eleganz und Leichtigkeit durch großen Glaseinsatz ein pavillonartiges Gebäude entworfen in dem die Großscheiben in Einfachglasbauweise eingesetzt waren.
Auf Grund der Fertigung unserer überdimensionalen Iso-Scheiben anlässlich unseres Firmenjubiläums im vergangenen Jahr hatten wir erstens das entsprechende Floatglas der Firma Guardian aus Thalheim/ Sachsen vorrätig und zweitens die Erfahrungen im Handling und in der Verarbeitung.
Das kam den Pforzheimern zu Gute und so rollte trotz widrigster Witterungsbedingungen am 4. 03. 2006 unser Spezialtransporter morgens um 2.00 Uhr mit 26,3 m² Flächeninhalt Isolierglas, d.h. 1,3 Tonnen Glas, vom Hof der Firma. Trotz Schnee und Kälte verlief der Einbau planmäßig und erfolgreich. Unsere Mitarbeiter haben mit Engagement und Disziplin unsere Leistungsfähigkeit demonstriert.
Zu dem Erfolg beigetragen haben natürlich die seit einigen Jahren bestehende Lenhardt -Produktionslinie für Großscheiben und die Spezial-Saugbatterie der Firma Pankoke und die vielen Sonderanfertigungen für das Händeln von Großscheiben, die sich nur aus Erfahrungen ergeben.

Aktualisiert (Sonntag, 26. September 2010)






